Momentan frage ich mich, warum es nicht möglich ist, ein Gesetz zu erlassen, welches folgende Punkte beinhaltet:
- den Verkauf, die Weitergabe, den Ex- oder Import/Transit von Hunden nur zu genehmigen, wenn sie mindestens 3 bzw. 4 Monate alt und grundimmunisiert, entwurmt, gechipt und (tierärztlich bestätigt) gesund sind.
- die Herkunft lückenlos nachgewiesen werden kann, d.h. Züchter im In- oder Ausland eine Genehmigung zur Zucht besitzen und verpflichtet sind die Elterntiere artgerecht und tierschutzkonform zu halten.
- ehemals herrenlose Hunde, Streuner, Notfälle nur von eingetragenen Tierschutzvereinen über Landesgrenzen verbracht werden dürfen, die Herkunft der Tiere ebenfalls lückenlos dokumentiert wurde. Ort des Auffindens, Name und Adresse des behandelnden Tierarztes, Adresse der Pflegestelle oder des Tierheimes in den Ursprungsländern. Jedes Tier sollte anhand eines Fotos in den EU-Ausweisen optisch zu identifizieren sein.
Jeder neue Halter sollte das Recht haben Einsicht in die Herkunft seines Tieres erlangen zu können, um sicher gehen zu können, daß es nicht schon als "Handelsware" eine wahre Odyssee durch Europa hinter sich hat.
Freitag, 2. März 2012
Donnerstag, 1. März 2012
Betriebsausflug 2011 :)
Im letzten Jahr begaben wir uns auf eine "Ahnenforschungs-Reise" zum Wolfcenter Dörverden in der Nähe von Bremen
http://www.wolfcenter.de/
Wir waren rundum begeistert mit welcher Sorgfalt, Hingabe und Herzblut die Inhaber Christina und Frank Fass ihren Traum verwirklichten.
2011 lebten 2 Wolfsrudel, Tschechoslowakische Wolfshunde, Schafe und ein Herdenschutzhund im Wolfcenter.
http://www.wolfcenter.de/
Wir waren rundum begeistert mit welcher Sorgfalt, Hingabe und Herzblut die Inhaber Christina und Frank Fass ihren Traum verwirklichten.
2011 lebten 2 Wolfsrudel, Tschechoslowakische Wolfshunde, Schafe und ein Herdenschutzhund im Wolfcenter.
Futter für den Kopf
Wer größtenteils körperlich arbeitet, darf auch die "grauen Zellen" nicht vernachlässigen.
Aus diesem Grund haben wir uns 2011 ausführlicher mit den Trends in der Hundeerziehung, Gesundheit, konträre Meinungen der neueren Verhaltensforschung, etc... auseinander gesetzt und haben zu folgenden Themen u.A. Vorträge besucht:
- Michael Grewe "Aggressive Hunde und ohnmächtige Hundehalter"
- Clarissa von Reinhardt "Stress beim Hund" und "Leinenaggression"
- Dr. Udo Gansloßer/ Sopie Strodtbeck "Auslandshunde"
"Kastration Hündin/Rüde"
- Michel Grewe "Hunde brauchen klare Grenzen"
Aus diesem Grund haben wir uns 2011 ausführlicher mit den Trends in der Hundeerziehung, Gesundheit, konträre Meinungen der neueren Verhaltensforschung, etc... auseinander gesetzt und haben zu folgenden Themen u.A. Vorträge besucht:
- Michael Grewe "Aggressive Hunde und ohnmächtige Hundehalter"
- Clarissa von Reinhardt "Stress beim Hund" und "Leinenaggression"
- Dr. Udo Gansloßer/ Sopie Strodtbeck "Auslandshunde"
"Kastration Hündin/Rüde"
- Michel Grewe "Hunde brauchen klare Grenzen"
Freitag, 3. Februar 2012
Hera
Nun hat Hera sich eingelebt, wir sie gut genug kennengelernt um sie vorstellen zu können:
Die große Schmusebacke ist ca. 1-1,5 Jahre alt, kastriert, geimpft, gechipt und entwurmt, leinenführig, gehört vermutlich zur griechischen Herdenschutzhund-Rasse Hellenikos Pimenikos.
Sie hat sich enorm schnell bei uns eingelebt, ist sehr menschenfreundlich und nicht ängstlich.
Auch Kinder werden von ihr sehr freundlich begrüßt.
Hera wartet nun auf ihre Menschen, die eine ruhige, souveräne und zugleich empfindsame Hündin suchen, die sicher nie den "Kadavergehorsam" eines Schäferhundes erlernen, dafür aber eine zuverlässige, beständige und liebevolle, treue Begleiterin werden wird.
Rassetypisch ist sie keine große Sportlerin, wichtig ist ihr jedoch sich auch draußen, gern in einem eingezäunten Garten mit ihren Menschen aufhalten zu können. Sie ist, ebenfalls arttypisch recht wachsam,meldet Fremde zuverlässig, lässt sich jedoch auch gut zurückrufen.
Bei uns lebt Hera mittlerweile friedlich mit mehreren Hündinnen jeglichen Alters und Größe zusammen, ist auch einem Spiel nicht abgeneigt. Rüden mochte sie von Anfang an sehr.
Wir würden uns sehr freuen, diese liebenswerte, charmante Maus in ein endgültiges und liebevolles Zuhause vermitteln zu können.
Ihre Fotos finden Sie auf der Seite "Zuhause gesucht"
Die große Schmusebacke ist ca. 1-1,5 Jahre alt, kastriert, geimpft, gechipt und entwurmt, leinenführig, gehört vermutlich zur griechischen Herdenschutzhund-Rasse Hellenikos Pimenikos.
Sie hat sich enorm schnell bei uns eingelebt, ist sehr menschenfreundlich und nicht ängstlich.
Auch Kinder werden von ihr sehr freundlich begrüßt.
Hera wartet nun auf ihre Menschen, die eine ruhige, souveräne und zugleich empfindsame Hündin suchen, die sicher nie den "Kadavergehorsam" eines Schäferhundes erlernen, dafür aber eine zuverlässige, beständige und liebevolle, treue Begleiterin werden wird.
Rassetypisch ist sie keine große Sportlerin, wichtig ist ihr jedoch sich auch draußen, gern in einem eingezäunten Garten mit ihren Menschen aufhalten zu können. Sie ist, ebenfalls arttypisch recht wachsam,meldet Fremde zuverlässig, lässt sich jedoch auch gut zurückrufen.
Bei uns lebt Hera mittlerweile friedlich mit mehreren Hündinnen jeglichen Alters und Größe zusammen, ist auch einem Spiel nicht abgeneigt. Rüden mochte sie von Anfang an sehr.
Wir würden uns sehr freuen, diese liebenswerte, charmante Maus in ein endgültiges und liebevolles Zuhause vermitteln zu können.
Ihre Fotos finden Sie auf der Seite "Zuhause gesucht"
Dienstag, 31. Januar 2012
Die Rechte des Hundes (Canis)
Die Rechte des Hundes
Richtlinien für den artgemäßen Umgang mit dem HundDie Rechte des Hundes wurden in zwei CANIS-Workshops unter Mitwirkung von Dr. Erik Zimen erarbeitet. Zunächst beleuchtete man das Tier Hund von allen Seiten und leitete daraus seine Bedürfnisse ab. Unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Aspekte wurden dann die Rechte des Hundes entworfen.
Die Rechte im Überblick:
- Artikel 1: Der Hund hat das Recht auf einen sachkundigen Besitzer
- Artikel 2: Der Hund hat das Recht auf dauerhaften sozialen Kontakt zu Menschen und Hunden
- Artikel 3: Der Hund hat das Recht, mit Artgenossen zu spielen
- Artikel 4: Der Hund hat das Recht auf Verlässlichkeit in seinen sozialen Beziehungen
- Artikel 5: Der Hund hat das Recht auf artspezifische Kommunikation
- Artikel 6: Der Hund hat das Recht auf körperliche Auslastung
- Artikel 7: Der Hund hat das Recht auf freie Bewegung
- Artikel 8: Der Hund hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit
- Artikel 9: Der Hund hat das Recht auf Aufgaben, die seinem Wesen entsprechen
- Artikel 10: Der Hund hat das Recht, durch eigene Erfahrungen zu lernen
- Artikel 11: Der Hund hat das Recht, sich schmutzig zu machen, zu stinken und Flöhe zu bekommen
- Artikel 12: Der Hund hat das Recht auf art- und bedarfsgerechte, abwechslungsreiche Ernährung
Präambel
Der Hund stammt vom Wolf ab. Er hat wölfische Wesensmerkmale und Bedürfnisse. Aufgrund dieser Abstammung hat er die folgenden Rechte, obwohl er ein Mitglied unserer Gesellschaft ist. Hundehalter, Züchter und Ausbilder sind aufgerufen, sich diese Rechte stets gegenwärtig zu halten und sich zu bemühen, die Achtung dieser Rechte zu fördern und durch fortschreitende Maßnahmen ihre allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Verwirklichung zu gewährleisten. Denn das Verhalten eines jeden Hundes wird entscheidend geprägt durch seinen Menschenpartner.
Artikel 1
Der Hund hat das Recht auf einen sachkundigen Besitzer
Ein sachkundiger Besitzer ist informiert über die wölfische Abstammung des Hundes und die daraus resultierenden Folgen im Zusammenleben mit ihm. Er informiert sich ferner über Verhalten, Kommunikation und Erziehung. Zur Sachkunde gehört auch ein Basiswissen über Gesunderhaltung und Pflege sowie über die Konsequenzen der Haltung von Rüde oder Hündin. Vor Anschaffung eines Hundes ist es unbedingt erforderlich, sich über die Wesensmerkmale und insbesondere die Ansprüche der jeweiligen Rasse/ Rassen umfassend zu informieren, damit geistiger und körperlicher Unterforderung des Hundes vorgebeugt wird (vgl. dazu auch Artikel 9).
Artikel 2
Der Hund hat das Recht auf dauerhaften sozialen Kontakt zu Menschen und Hunden
Dieses Recht setzt räumliche Nähe zu den Sozialpartnern voraus. Daher ist eine Zwingerhaltung lediglich in Kombination mit einer überwiegenden Haushaltung tolerabel. Eine Anbindehaltung ist völlig unangebracht. Anzustreben ist die Haltung von wenigstens zwei Hunden; sollte dieses nicht möglich sein, ist zu gewährleisten, dass der Hund regelmäßig Kontakt zu anderen Hunden hat (Hundewiese, Welpenspielstunden, Spaziertreffs etc.).
Artikel 3
Der Hund hat das Recht, mit Artgenossen zu spielen
Im Spiel mit anderen Hunden erwirbt der Hund soziale Kompetenz. Er lernt die Umgangsformen seiner Art kennen (Aktions- und Reaktionsmuster im sozialen Geschehen). Kommt es im Spiel zu Vermischungen von verschiedenen Motivationen (Jagd-, Sexual-, Territorial-, Aggressionsverhalten), muss der Besitzer regulierend in das Spiel eingreifen, um ritualisierten Verhaltensweisen wie der permanten Fixierung auf Spielobjekte vorzubeugen. Auch im Spiel mit dem Menschen kann es zu einer derartigen Vermischung der Antriebe kommen. Häufig testen Hunde im Spiel ihre Grenzen aus und versuchen, diese zu überschreiten. Daher muss der Mensch Form, Anfang und Ende des Spieles bestimmen und es jederzeit kontrollieren können. Spielen mit Hunden heißt nicht, einen Ball zu werfen und den Hund hinterherlaufen zu lassen. Spiel lebt von Abwechslung im Verhalten und nicht vom Equipment. Spielen mit Hunden bedeutet miteinander zu rangeln, zu rennen, sich anzuschauen, sich zu verstecken, sich gegenseitig zu berühren und Spaß dabei zu haben.
Artikel 4
Der Hund hat das Recht auf Verlässlichkeit in seinen sozialen Beziehungen
Der Hund ist keine Ware und kein Wegwerfartikel. Für ihn ist es wichtig, sein Leben in einem stabilen sozialen Gefüge zu verbringen. Grundsätzlich ist es daher nicht zu tolerieren, dass der Hund aus diesem Gefüge beliebig herausgerissen wird. Der Hund braucht eine klare Position innerhalb der Familie. Diese Position wird zugewiesen durch das Setzen von Grenzen, innerhalb derer er sich frei und sicher bewegen kann. Die Reaktionen aller Familienmitglieder auf Grenzüberschreitungen (= unerwünschtes Verhalten) müssen immer unmittelbar und angemessen erfolgen.
Artikel 5
Der Hund hat das Recht auf artspezifische Kommunikation
Hunde kommunizieren ausschließlich nichtsprachlich. Sie setzen ihren Körper ein, um sich einander oder auch dem Menschen mitzuteilen. Das Erkennen und Deuten der Körpersprache des Hundes und das Einbringen des eigenen Körpers in das soziale Zusammenleben dient der Kommunikation mit dem Hund. Dazu gehört das Anfassen und Streicheln, aber auch die Begrenzung des Hundes. Neben den köpersprachlichen Signalen sind das Bellen und das Knurren artspezifische Lautäußerungen, die der Kommunikation dienen. Bellen kann zum einen Ausdruck von Lebensfreude und Aufregung sein. Bellen und insbesondere Knurren können aber auch Warnsignale sein zur Verteidigung des Territoriums, der Gruppenmitglieder oder seiner Selbst. In diesen Fällen muss der Besitzer gewährleisten, dass es nicht zu Beißvorfällen kommt (Briefkasten für den Postboten gefahrlos erreichbar). Ritualisiertes Dauerkläffen ist vom Besitzer zu unterbinden. Dazu gehört es, vorausschauend zu handeln, also auch einzukalkulieren, dass manche Menschen (z. B. Kinder) in falscher Weise auf Droh- und Warnsignale des Hundes reagieren.
Artikel 6
Der Hund hat das Recht auf körperliche Auslastung
Der Wolf ist ein ausdauernder Traber über weite Strecken. Auch die meisten Hunde sind aufgrund ihrer Anatomie in der Lage, täglich zehn bis zwölf Stunden zu laufen. Daher ist es unbedingt erforderlich, seinen Hund auch körperlich zu fordern.
Artikel 7
Der Hund hat das Recht auf freie Bewegung
Der Hund sollte überwiegend frei, d. h. unangeleint, laufen dürfen. Nur so kann er weitgehend ungestört die überaus wichtigen Sozialkontakte zu seinen Artgenossen aufnehmen. Außerdem ermöglicht ihm der Freilauf die Erkundung der Umwelt. Damit es immer wieder etwas Neues für den Hund zu erforschen gibt (er hat ein Bedürfnis nach Abwechslung und Vielseitigkeit), sollten die Spaziergänge oft in unterschiedlichen Gebieten stattfinden.
Artikel 8
Der Hund hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit
Alle Arten von Quälereien und Misshandlungen sind ohne Ausnahme unzulässig. Hunden dürfen unter keinen Umständen körperliche Defekte angezüchtet werden (Qualzucht z. B. bei Shar-Pei, Bulldoggen, Pekinesen, Toyrassen). Bei züchterischen Maßnahmen dürfen genetische Defekte nicht in Kauf genommen werden. Ein körperlicher oder genetischer Defekt kann auch darin bestehen, dass Hunde nur noch eingeschränkt in der Lage sind zu kommunizieren (extreme Faltenbildung im Gesicht). Vom Kauf solcher Hunde sollte abgesehen werden! Hunde haben ein Recht auf tiermedizinische Hilfe bei Krankheit und Schmerzen. Das umfasst auch das Recht in aussichtslosen Situationen vor weiteren Leiden bewahrt zu werden. Der Besitzer hat in diesem Fall dafür Sorge zu tragen, dass der Hund fachgerecht eingeschläfert wird. In die körperliche Unversehrtheit des Hundes kann eingegriffen werden, wenn eine Kastration sinnvoll ist. Eine Kastration ist auch ohne tiermedizinische Indikation immer dann sinnvoll, wenn ansonsten ein anderes Recht des Hundes (z. B. das Recht auf freie Bewegung - Artikel 6) erheblich eingeschränkt werden würde.
Artikel 9
Der Hund hat das Recht auf Aufgaben, die seinem Wesen entsprechen
Bei Gebrauchshunden wie Jagd-, Hüte-, Herdenschutz-, Wach- oder Schlittenhunden muss der Besitzer eine weitgehend anlagegerechte Beschäftigung seines Hundes sicherstellen oder zumindest entsprechende Ersatzbeschäftigungen für seinen Hund organisieren. Ist dies nicht möglich, muss von der Anschaffung eines solcherart spezialisierten Hundes abgesehen werden. Die wesensgerechte Beschäftigung darf nicht dazu führen, dass andere Individuen in konkrete Gefahr geraten. Dies ist aber insbesondere bei Hunden mit einer angezüchteten, gesteigerten Aggressivität und/ oder Verteidigungsbereitschaft der Fall. In dicht besiedelten Gebieten gehen die erforderlichen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zwangsläufig zu Lasten einer artgerechten, den Bedürfnissen entsprechenden Haltung dieser Hunde (z. B. kann ihnen der erforderliche Freilauf nicht in ausreichendem Maße geboten werden). Zucht und Haltung dieser Hunde stellen in Deutschland damit ein ernsthaftes Problem dar.
Artikel 10
Der Hund hat das Recht, durch eigene Erfahrungen zu lernen
Nichts kann die eigenen Erfahrungen ersetzen, die insbesondere ein junger Hund machen kann. Der Besitzer muss daher bereits seinen Welpen frühzeitig mit möglichst vielen Umweltkonstellationen vertraut machen. Dies dient auch der Vermeidung von "Fehlprägungen" (z. B. Jagd auf Jogger, Radfahrer, laufende Kinder). Es gilt, den Hund in seinem Lern- und Reifungsprozess zu unterstützen und zu leiten. Ziel muss es sein, dass der Hund seine Grenzen kennt, zwischen Spiel und Ernst klar unterscheiden und aggressives Verhalten kontrollieren kann, um sich in einer Vielzahl von Situationen angemessen zu verhalten und in seiner Umwelt sicher und souverän zu bewegen.
Artikel 11
Der Hund hat das Recht, sich schmutzig zu machen, zu stinken und Flöhe zu bekommen
Aufgrund der wölfischen Abstammung sind bestimmte Verhaltensweisen und Bedürfnisse vorhanden:
- sich in Aas/ Gülle zu wälzen
- in Schlammlöcher zu springen
- Löcher zu buddeln
- Mäuse auszugraben usw.
Derartiges Verhalten hat für den Hund einen hohen Stellenwert. Der Besitzer muss es tolerieren. Diese Forderung entbindet den Besitzer aber nicht von seiner Verantwortung, für die Gesunderhaltung seines Hundes zu sorgen (Impfungen, Wurmkur, Floh-/ Zeckenbehandlung etc.).
Artikel 12
Der Hund hat das Recht auf art- und bedarfsgerechte, abwechslungsreiche Ernährung
Hunde haben ein großes Ernährungsspektrum, dazu gehören u. a. Aas, Essensreste, Knochen, Schlachtabfälle oder Exkremente. Eine ausschließliche Ernährung durch Hundefutter senkt die Lebensqualität eines Hundes.
Schluss
Der Hund ist ein Hund! Gleichwohl läuft er in unserer Gesellschaft Gefahr, nur noch an den menschlichen Ansprüchen gemessen zu werden. Die vorgenannten Rechte sollen einen Beitrag dazu leisten, den Hund als Tier mit wölfischen Bedürfnissen zu sehen, wertzuschätzen und zu lieben.
Die Teilnehmer dieses Workshops und damit die Verfasser von "Die Rechte des Hundes" sind: Dorothea Bakir, Werner Biereth, Sieglinde Bürger, Rainer Dorenkamp, Nina Egger, Jens Eikelmann, Monika Germann, Sabine Gerteis, Ute Heberer, Agnes Hillmer, Sonja Jürgens, Tanja Kittelmann, Christina Landmann, Andrea Mansfield, Melanie Metz, Simone Müller, Eva Näher, Daniel Ney, Tina Oldenburg, Peter Przybilla, Helga Schüller, Dr. Ulrike von Wardenburg, Sylvia Werner und Dr. Erik Zimen
Montag, 30. Januar 2012
was sich 2011 sonst noch so tat....
Auch wenn unser Garten schon vorher enorm groß war, haben wir dennoch den "Spielplatz" der Hunde erweitert.
Ein neues Gelände auf der Weide enstand um gerade auch den "Wasserratten" unter den doggies ein Natur-Planschbecken zu errichten, den Hunden die Möglichkeit zu geben, auch mal nach Herzenslust buddeln zu dürfen. Zudem wurde jetzt der gesamte Bereich, Garten und Wiese 2m hoch eingezäunt.
Dann war unsere Kreativität gefragt um eine Lösung zu finden, wie wir Menschen denn Sommerabends grillen können, ohne die köstlichen Würstchen, den knusprigen Bauchspeck oder die wunderbar duftenden Rippchen der Gefahr auszusetzen von den Hunden gnadenlos verspeist zu werden... Wie allzu vorwitzige Hunde von der Hitze des Grills fernhalten?
Ein Menschen"zwinger" mußte her :) So sitzen wir Menschen denn hin und wieder mit all unseren Köstlichkeiten artgerecht eingesperrt, während die Hunde weiterhin im Garten bleiben dürfen.
Eines der geplanten "Schwedenhäuschen". Da wir einen großen Teil des Tages mit den Hunden draußen verbringen haben wir nun ein trockenes Plätzchen, sollten wir von einem Regenguss überrascht werden. Da "klein Schweden" vollisoliert ist, bietet es Mensch und Hund auch vor allzu starker Sonneneinstrahlung ein schattiges und kühles Rückzugsgebiet. Ausgestattet mit gemütlichen Sofas können gerade ältere Hunde dort mit uns ein Ruhepäuschen einlegen, während die "jungen Wilden" weiter im Wasser toben.
Ein neues Gelände auf der Weide enstand um gerade auch den "Wasserratten" unter den doggies ein Natur-Planschbecken zu errichten, den Hunden die Möglichkeit zu geben, auch mal nach Herzenslust buddeln zu dürfen. Zudem wurde jetzt der gesamte Bereich, Garten und Wiese 2m hoch eingezäunt.
Dann war unsere Kreativität gefragt um eine Lösung zu finden, wie wir Menschen denn Sommerabends grillen können, ohne die köstlichen Würstchen, den knusprigen Bauchspeck oder die wunderbar duftenden Rippchen der Gefahr auszusetzen von den Hunden gnadenlos verspeist zu werden... Wie allzu vorwitzige Hunde von der Hitze des Grills fernhalten?
Ein Menschen"zwinger" mußte her :) So sitzen wir Menschen denn hin und wieder mit all unseren Köstlichkeiten artgerecht eingesperrt, während die Hunde weiterhin im Garten bleiben dürfen.
Eines der geplanten "Schwedenhäuschen". Da wir einen großen Teil des Tages mit den Hunden draußen verbringen haben wir nun ein trockenes Plätzchen, sollten wir von einem Regenguss überrascht werden. Da "klein Schweden" vollisoliert ist, bietet es Mensch und Hund auch vor allzu starker Sonneneinstrahlung ein schattiges und kühles Rückzugsgebiet. Ausgestattet mit gemütlichen Sofas können gerade ältere Hunde dort mit uns ein Ruhepäuschen einlegen, während die "jungen Wilden" weiter im Wasser toben.
Freitag, 27. Januar 2012
Paros
...und weiter ging die Fahrt nach Pireus.
Ich habe gelernt, daß es für Landeier eine immense Herausforderung darstellen kann, im dortigen Getümmel der Straßen, bzw. engen Gässchen den Hafen zu finden, und anschließend dann auch noch das richtige Gate zur Fähre nach Paros.Denn dort legen Schiffe in alle Himmelsrichtungen zu den unzähligen griechischen Inseln ab. Nee, DAS muß ich nicht jeden Tag haben....
Spätabends erreichten wir dann das wesentlich gemütlichere und beschauliche Paros, wo Sabine uns am Hafen bereits erwartete. (Sabine, eine ebenfalls waschechte münsterländer Ureinwohnerin leitet das dortig Tierheim, nachdem sie früher bei den Tierfreunden Münster aktiv war)
Mit uns im Schlepptau dirigierte sie durch nächtliche Gassen, Dörfer und Landstraßen. Für die Dunkelheit war ich enorm dankbar :) So mußte ich nicht sehen, wie steil denn die Abhänge waren, an denen wir über schmalen, steilen Schotterstraßen entlang fuhren, um das Tierheim in Tripiti zu erreichen...
Dort angekommen galt es dann einen relativ ebenen Abstellplatz zum Schlafen zu finden, der dafür vorgesehene hatte -zig Prozent Gefälle. Mindestens ;)
Zwischen Notzwinger und Sabines Heimat, ihrem LKW, fand sich dann noch ein schmales Plätzchen:
Wagenburg im Nirgendwo in den Bergen Tripitis.
Das wiederum hatte morgens den Vorteil, daß wir Tür an Tür wohnten, uns praktisch ohne die Wägen verlassen zu müssen die obligatorische Tasse Kaffee rüberreichen konnten.
Soweit waren wir allerdings noch nicht...
Als erstes wollte ich natürlich "ihre" Hunde kennenlernen und mit Eye und Piggeldy den dringend notwendigen Nachtspaziergang unternehmen. Irgendwann plumpsten wir dann hundemüde in die Betten.
Die folgenden 3 Tage verbrachten wir regelrecht im Zeitraffer.
Zuerst wurden all die "Schätze" entladen. Die Menge und Vielfalt der so dringend benötigten Gegenstände überwältigte Sabine förmlich. Als alles irgendwie verstaut war, lernte ich dann die Hunde und das Tierheim besser kennen und ich muß sagen: "HUT AB" vor dem, was Sabine vor Ort leistet. Der Morgen fängt mit dem Füttern der 30 - 40 Hunde an, anschließend versucht sie, je nach Anzahl der eventuellen Helfer, mit wirklich jedem Hund spazieren zu gehen, um ihnen Abwechslung vom Tierheimdasein zu ermöglichen.
Hinter dem Haus gibt es 3 Freigehege mit Schutzhütten, in dem die Hunde je nach Verträglichkeit (was bei der Anzahl der unkastrierten Rüden nicht immer einfach zu managen ist) zusammen leben.
Das Haus und der dazugehörige Garten ist das Refugium der Welpen, rekonvaleszenten oder frisch kastrierten/operierten Tiere. Auch die Streunerkatzen werden täglich außerhalb des Areals gefüttert.
Je nach Anzahl der Welpen besteht ein Großteil der täglichen Arbeit im Putzen und Entsorgen der Hinterlassenschaften der noch nicht stubenreinen Lütten. Und das immer mit dem Handy am Ohr klebend. Denn gleichzeitig gilt es auch noch, neue Tierschutzfälle abzuklären, Fragen zu beantworten, Tierarztermine zu vereinbaren, und, und, und...
So,..und jetzt erst einmal ein paar Fotos von den Bewohnern:
Nach drei viel zu kurzen Tagen und einem letzten Gassigang, diesmal nur mit Eye, Piggy und der Kamera bewaffnet, hieß es dann Abschied nehmen von Paros, um die vorreservierte Fähre Richtung Italien pünktlich zu erreichen...
Auf der Rückfahrt begleiteten uns Mia und Lizzy, zwei jener Hunde die in Deutschland ein Zuhause suchten und fanden. Mia lebt nun im Ruhrgebiet und Lizzy blieb bei uns.
Leider ist die "Auswanderung" der meisten Hunde noch zwingend notwendig.
Gerade auf den Inseln werden vor allem Jagdhunde en masse "produziert". Werden sie zu alt, krank, "taugen nix" zur Jagd, oder sind schlicht zu viele, werden sie im besten Falle ausgesetzt oder fristen ein (meist kurzes) Dasein als "Tonnenhund" an der Kette. Streunend jedoch stellen sie für die Landwirte eine Bedrohung ihres Geflügels, ihrer Ziegen und Schafe dar, werden nicht toleriert. Zum Abschuss oder noch Schlimmerem freigegeben. Patronenhülsen, die aus den Autos heraus abgeschossen werden, finden sich auch auf dem Weg direkt vor dem Tierheim, denn Jagen ist Volkssport. Fotos von Hunden, die nicht das Glück hatten, bei Sabine Obhut zu erhalten möchte ich euch/Ihnen ersparen.
Der vor Ort ansässige Tierschutzverein PAWS bleibt jedoch am Ball ;) Betreibt Öffentlichkeitsarbeit, Kastrationsprojekte und hat zwischenzeitlich ein Ladenlokal angemietet. Der Verkauf der dortigen Produkte, gerade auch zur "Saison" zwischen April und Oktober, kommt dem Tierschutz zugute.
Die Arbeit der "kleinen Schritte" zeigt nur langsam Früchte, erfordert Geduld, Gesprächsbereitschaft und Emphatie.
Ich habe gelernt, daß es für Landeier eine immense Herausforderung darstellen kann, im dortigen Getümmel der Straßen, bzw. engen Gässchen den Hafen zu finden, und anschließend dann auch noch das richtige Gate zur Fähre nach Paros.Denn dort legen Schiffe in alle Himmelsrichtungen zu den unzähligen griechischen Inseln ab. Nee, DAS muß ich nicht jeden Tag haben....
Spätabends erreichten wir dann das wesentlich gemütlichere und beschauliche Paros, wo Sabine uns am Hafen bereits erwartete. (Sabine, eine ebenfalls waschechte münsterländer Ureinwohnerin leitet das dortig Tierheim, nachdem sie früher bei den Tierfreunden Münster aktiv war)
Mit uns im Schlepptau dirigierte sie durch nächtliche Gassen, Dörfer und Landstraßen. Für die Dunkelheit war ich enorm dankbar :) So mußte ich nicht sehen, wie steil denn die Abhänge waren, an denen wir über schmalen, steilen Schotterstraßen entlang fuhren, um das Tierheim in Tripiti zu erreichen...
Dort angekommen galt es dann einen relativ ebenen Abstellplatz zum Schlafen zu finden, der dafür vorgesehene hatte -zig Prozent Gefälle. Mindestens ;)
Zwischen Notzwinger und Sabines Heimat, ihrem LKW, fand sich dann noch ein schmales Plätzchen:
Wagenburg im Nirgendwo in den Bergen Tripitis.
Das wiederum hatte morgens den Vorteil, daß wir Tür an Tür wohnten, uns praktisch ohne die Wägen verlassen zu müssen die obligatorische Tasse Kaffee rüberreichen konnten.
Soweit waren wir allerdings noch nicht...
Als erstes wollte ich natürlich "ihre" Hunde kennenlernen und mit Eye und Piggeldy den dringend notwendigen Nachtspaziergang unternehmen. Irgendwann plumpsten wir dann hundemüde in die Betten.
Die folgenden 3 Tage verbrachten wir regelrecht im Zeitraffer.
Zuerst wurden all die "Schätze" entladen. Die Menge und Vielfalt der so dringend benötigten Gegenstände überwältigte Sabine förmlich. Als alles irgendwie verstaut war, lernte ich dann die Hunde und das Tierheim besser kennen und ich muß sagen: "HUT AB" vor dem, was Sabine vor Ort leistet. Der Morgen fängt mit dem Füttern der 30 - 40 Hunde an, anschließend versucht sie, je nach Anzahl der eventuellen Helfer, mit wirklich jedem Hund spazieren zu gehen, um ihnen Abwechslung vom Tierheimdasein zu ermöglichen.
Hinter dem Haus gibt es 3 Freigehege mit Schutzhütten, in dem die Hunde je nach Verträglichkeit (was bei der Anzahl der unkastrierten Rüden nicht immer einfach zu managen ist) zusammen leben.
Das Haus und der dazugehörige Garten ist das Refugium der Welpen, rekonvaleszenten oder frisch kastrierten/operierten Tiere. Auch die Streunerkatzen werden täglich außerhalb des Areals gefüttert.
Je nach Anzahl der Welpen besteht ein Großteil der täglichen Arbeit im Putzen und Entsorgen der Hinterlassenschaften der noch nicht stubenreinen Lütten. Und das immer mit dem Handy am Ohr klebend. Denn gleichzeitig gilt es auch noch, neue Tierschutzfälle abzuklären, Fragen zu beantworten, Tierarztermine zu vereinbaren, und, und, und...
So,..und jetzt erst einmal ein paar Fotos von den Bewohnern:
Nach drei viel zu kurzen Tagen und einem letzten Gassigang, diesmal nur mit Eye, Piggy und der Kamera bewaffnet, hieß es dann Abschied nehmen von Paros, um die vorreservierte Fähre Richtung Italien pünktlich zu erreichen...
Auf der Rückfahrt begleiteten uns Mia und Lizzy, zwei jener Hunde die in Deutschland ein Zuhause suchten und fanden. Mia lebt nun im Ruhrgebiet und Lizzy blieb bei uns.
Leider ist die "Auswanderung" der meisten Hunde noch zwingend notwendig.
Gerade auf den Inseln werden vor allem Jagdhunde en masse "produziert". Werden sie zu alt, krank, "taugen nix" zur Jagd, oder sind schlicht zu viele, werden sie im besten Falle ausgesetzt oder fristen ein (meist kurzes) Dasein als "Tonnenhund" an der Kette. Streunend jedoch stellen sie für die Landwirte eine Bedrohung ihres Geflügels, ihrer Ziegen und Schafe dar, werden nicht toleriert. Zum Abschuss oder noch Schlimmerem freigegeben. Patronenhülsen, die aus den Autos heraus abgeschossen werden, finden sich auch auf dem Weg direkt vor dem Tierheim, denn Jagen ist Volkssport. Fotos von Hunden, die nicht das Glück hatten, bei Sabine Obhut zu erhalten möchte ich euch/Ihnen ersparen.
Der vor Ort ansässige Tierschutzverein PAWS bleibt jedoch am Ball ;) Betreibt Öffentlichkeitsarbeit, Kastrationsprojekte und hat zwischenzeitlich ein Ladenlokal angemietet. Der Verkauf der dortigen Produkte, gerade auch zur "Saison" zwischen April und Oktober, kommt dem Tierschutz zugute.
Die Arbeit der "kleinen Schritte" zeigt nur langsam Früchte, erfordert Geduld, Gesprächsbereitschaft und Emphatie.
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